|
Durch nachhaltige Waldbewirtschaftung sind in den zurückliegenden Jahrzehnten hohe Holzvorräte aufgebaut worden. In Deutschland beträgt der durchschnittliche Vorrat 270 Kubikmeter je Hektar und nimmt weiter zu. Der durchschnittliche jährliche Holzzuwachs beträgt ca. 6 Kubikmeter je Hektar, der durchschnittliche jährliche Holzeinschlag lediglich 4 Kubikmeter je Hektar. Der Vorrat im Wuchsgebiet Odenwald beträgt 350 Vfm/ha. | | Vorrat (cbm/ha) | Zuwachs (cbm/ha) | Odenwald | 350 | 10 | Südhessen | 221 | 6,6 | Hessen | 306 | 8 | Deutschland | 270 | 6 | Die regionalen Ziele der Waldbewirtschaftung für das Wuchsgebiet Odenwald werden im Forstlichen Rahmenplan Südhessen (1997) beschrieben. |
|
weiter …
|
|
|
Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) bietet auf seiner Internetseite unter dem Titel "Landwirtschaft in Hessen" als Präsentation aufbereitetes statistisches Datenmaterial (aus dem Jahr 2003) an und liefert auch eine Auswertung dieser Kennzahlen. 
Für den Odenwaldkreis sind zwei Diagramme besonders interessant und aufschlussreich. Sie zeigen, dass der Odenwaldkreis in Hessen einen Schwerpunkt der Viehhaltung und insbesondere der Milcherzeugung bildet und damit in Südhessen eine Ausnahmestellung besitzt. Großvieheinheiten pro Hektar landwirtschaftliche Fläche (GV/haLF) | Tierbestände | Milchkuhbestände | | Odenwaldkreis | 1,12 | 0,41 | | Land Hessen | 0,69 | 0,21 |

Auszüge der Präsentation folgen im Wortlaut: |
|
weiter …
|
|
|
Im Odenwaldkreis, in dem zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Dauergrünland sind, werden zirka 1 500 Pferde gehalten. Um seine Mitglieder über Pflege und Verbesserung von Pferdeweiden zu informieren, führte der Odenwälder Pferdezuchtverein Anfang März 2006 in Ober-Ostern (Reichelsheim) eine Vortragsveranstaltung zum Thema "Anlage, Pflege und Nutzung von Grünlandflächen mit dem Schwerpunkt der Grünlandnutzung mit Pferden" durch. Manfred Fiedler berichtet von der Fachveranstaltung zu der Dr. Richard Neff vom Landesbetrieb Landwirtschaft, Informationszentrum Eichhof und Dieter Gehrig von der Deutschen Saatveredlung (DSV) zu Vorträgen eingeladen waren. |
|
weiter …
|
|
|

Das Hessische Landwirtschaftsministerium veröffentlicht den Jahresagrarbericht 2006. Besondere Aufmerksamkeit aus Sicht des Odenwaldes verdienen die Auswertungen und Prognosen zur Milchproduktion. Der Bericht hebt hervor, dass - eine Verlagerung der Milcherzeugung von Südhessen nach Nordhessen stattfand,
- dies als Verlagerung von den Ackerbaustandorten in die Grünlandregionen zu deuten ist,
- wegen der Rahmenbedingungen in Zukunft jedoch ein deutliches Abwandern von Milchquoten aus den benachteiligten Mittelgebirgsregionen zu den produktionsgünstigeren Standorten in Hessen und auch in andere Bundesländer zu befürchten ist,
- es wichtig wäre, die Milcherzeugung auf jeden Fall an den in Hessen günstigen Standorten aufrecht zu erhalten. Dies könnte insbesondere durch die Fortführung der investiven Förderung in Milcherzeugerbetrieben unterstützt werden.
Es folgen Auszüge aus dem Jahresagrarbericht im Wortlaut: Aufgrund der unterschiedlichen Standortbedingungen in Hessen hat sich die Milcherzeugung, entsprechend verlagert. Im Regierungspräsidium Kassel ist der Anteil der Milcherzeugung im Vergleich zum Jahr 1983 um 5 % gestiegen, im Regierungspräsidium Gießen ging der Milcherzeugungsanteil um 1 % und im Regierungspräsidium Darmstadt im gleichen Zeitraum um 4 % zurück. 
Betrachtet man die Entwicklung der Milcherzeugung über den gesamten untersuchten Zeitraum in den einzelnen Regionen, so kommt man zu dem Schluss, dass sich die Milcherzeugung innerhalb Hessens verlagert hat. So hat sich in den Regierungsbezirken Darmstadt und Gießen das Gewicht der Milchkuhhaltung zu Gunsten des Regierungsbezirks Kassel verringert. Bei der Verlagerung ergibt sich ein Nord-Süd-Gefälle. So fand eine deutlichere Verlagerung zugunsten des Regierungspräsidiums Kassel im Regierungspräsidium Darmstadt statt.Gut die Hälfte der hessischen Milchkühe steht mittlerweile im Regierungspräsidium Kassel. Damit verlagerte sich die Milcherzeugung von den Ackerbaustandorten stärker in die Grünlandregionen. Der Strukturwandel in diesem Bereich ist mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen. So wird sich eine weitere räumliche Verlagerung der Milcherzeugung in Hessen ergeben. Es besteht die Gefahr, dass ab April 2007 auf Grund der Abschaffung des regionalen Börsenhandels Quoten gänzlich aus Hessen abwandern. Ab 1. April 2007 gibt es nur noch eine Ost- und Westbörse. Vorgesehen ist ab 1. April 2010 eine Bundesbörse einzuführen. Unter diesen für Hessen schwierigen Umständen -Hessen hat von den Westländern bisher immer einen der niedrigsten Börsenpreise erzielt - wird eine flächendeckende Milcherzeugung auf Dauer nicht aufrechterhalten werden können. Ein deutliches Abwandern von Milchquoten gerade aus den benachteiligten Mittelgebirgsregionen zu den produktionsgünstigeren Standorten in Hessen und auch in andere Bundesländer ist zu befürchten. Da die Auswirkungen für diese Gebiete fatal wären, sollte über flankierende Maßnahmen für Milcherzeuger nachgedacht werden. Wichtig wäre es, die Milcherzeugung auf jeden Fall an den in Hessen günstigen Standorten aufrecht zu erhalten. Dies könnte insbesondere durch die Fortführung der investiven Förderung in Milcherzeugerbetrieben unterstützt werden. |
|
weiter …
|
|
|
Wieviel Hektar Fläche wird im Odenwaldkreis landwirtschaftlich genutzt? Sind es 20.000 Hektar oder 17.000 Hektar? Bei den statistischen Angaben zur Nutzung führen verschiedene Erhebungsmethoden zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die Flächennutzung beruht auf Katasterangaben und erfasst dadurch 100% der Fläche. Die Bodennutzung ist eine Statistik für den Teilbereich der landwirtschaftlichen Fläche und verwendet als Grundlage die Angabe der landwirtschaftlichen Betriebe. Hier sind nur die Flächen erfasst, für die die Bewirtschaftungsanforderungen der EU erfüllt sind. Im Odenwaldkreis ist damit die Größe der in der Bodennutzungsstatistik erfassten Fläche um etwa 3000 Hektar geringer als die landwirtschaftliche Fläche der Flächennutzungsstatistik. |
|
weiter …
|
|
|
|