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Ende 2009 sind im HELP, dem ersten Hessischen Landschaftspflegeprogramm die letzten fünfjährigen Verträge im Odenwaldkreis ausgelaufen. Zuletzt waren 554 Hektar in der naturgerechten Grünlandbewirtschaftung und als Vergütung sind 154.000 Euro an die Landwirte ausgezahlt worden. Das Land Hessen hatte im Rahmen der EU-Förderung für Agrar-Umweltmaßnahmen Landwirte gefördert, die ihr Grünland naturgerecht, u.a. ohne Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet hatten. Seit bestehen des HELP-Vertragsnaturschutzes standen von 1987 bis 2009 insgesamt rund 3,92 Mio Euro für die Pflege der Kulturlandschaft im Odenwaldkreis zur Verfügung.
HIAP löst 2007 HELP und HEKUL abAls 2007 das Hessische Integrierte Agrarumweltprogramm (HIAP) schrittweise HELP (und auch HEKUL) ablöste, gab es mit den Landwirten im Odenwaldkreis 331 fünfjährige Vertäge für rund 1.500 ha HELP-Grünland. Bei einer Fördersumme von rund 420.000 Euro jährlich lag die durchschnittliche Vergütung für landschaftspflegerische Leistungen bei 283 Euro pro Hektar. In der betrieblichen HEKUL-Förderung waren 2006 rund 2.400 Hektar mit einer Förderung von 216.000 Euro bei einem Beihilfesatz von 90 Euro pro Hektar. Während HELP mit den hohen naturschutzfachlichen Anforderungen für einzelne Flächen galt, war HEKUL auf das gesamte Grünland eines Betriebes ausgerichtet und erforderte einen reduzierten Viehbesatz und eine Reduzierung der Düngung. Ein Großteil der HELP-Flächen wurde von den Landwirten auch für HIAP angeboten. Hinzu kamen auch Flächen, die zuvor in der betrieblichen HEKUL-Förderung waren. 2009 gab es 225 mehrjährige HIAP-Verträge für rund 1.260 Hektar und eine Beihilfesumme von 268.780 Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen Förderung von 213 Euro pro Hektar. Einerseits wegen höherer vor allem formaler Anforderungen im HIAP und andererseits wegen der reduzierten Beihilfesätze und des geschrumpften Budgets für Vertragsnaturschutz insgesamt, hatte sich die geförderte Grünlandfläche reduziert. Im Jahr 2010 werden voraussichtlich 85 weitere mehrjärige Verträge über 543 Hektar mit einer Förderung von rund 122.000 Euro vom Amt für den ländliche Raum mit den Landwirten für die extensive Grünlandnutzung abgeschlossen. Um die Förderbedingungen zu verbessern, war die Richtlinie geändert worden, so dass die durchschnittliche Förderung jetzt leicht auf 225 Euro pro Hektar angestiegen ist. Im Odenwaldkreis sind rund 12.000 Hektar Grünland in Bewirtschaftung. Bis zu 6.000 Hektar davon sind im Regionalen Agrarumweltkonzept aus umweltschutz- und ökologischen Gründen als Handlungsraum und damit als Förderkulisse für Agrarumweltmaßnahmen dargestellt. Für 2010 und in den Folgejahren bis 2013 ist durch mehrjährige HIAP-Grünlandverträge die naturgerechte Bewirtschaftung von etwa 1.800 bis 2.000 Hektar gesichert. (siehe rot markierte Flächen in der Übersichtskarte) Fortführung der Agrar-Umweltmaßnahmen in der EUUm die Fortführung der Agrarumweltmaßnahmen in der EU ist die Diskussion bereits intensiv in Gang gekommen. Die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) muss sich wesentlich enger an den von der EU definierten Herausforderungen Klimaschutz, Wassermanagement, Bioenergie und Biodiversität orientieren. So lautet das Ergebnis des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) auf der Grünen Woche im Januar 2010 in Berlin. „Es gibt bereits interessante Vorschläge, wie wir im Rahmen der GAP landwirtschaftliche Produktion mit dem Schutz und der Entwicklung artenreicher Kulturlandschaften besser verbinden können“, so Göppel. |