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Póa praténsis (Wiesen-Rispengras)
Póa praténsis (Wiesen-Rispengras)
Vertragsnaturschutz im Odenwaldkreis: Zwischenstand und Aussichten PDF Drucken E-Mail
Montag, 8. Februar 2010

Rot markierte HIAP-Vertragsnaturschutz Flächen im OdenwaldkreisEnde 2009 sind im HELP, dem ersten Hessischen Landschaftspflegeprogramm die letzten fünfjährigen Verträge im Odenwaldkreis ausgelaufen. Zuletzt waren 554 Hektar in der naturgerechten Grünlandbewirtschaftung und als Vergütung sind 154.000 Euro an die Landwirte ausgezahlt worden. Das Land Hessen hatte im Rahmen der EU-Förderung für Agrar-Umweltmaßnahmen Landwirte gefördert, die ihr Grünland naturgerecht, u.a. ohne Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet hatten.  Seit bestehen des HELP-Vertragsnaturschutzes standen von 1987 bis 2009 insgesamt rund 3,92 Mio Euro für die  Pflege der Kulturlandschaft im Odenwaldkreis zur Verfügung.

HIAP löst 2007 HELP und HEKUL ab

Als 2007 das Hessische Integrierte Agrarumweltprogramm (HIAP) schrittweise HELP (und auch HEKUL) ablöste, gab es mit den Landwirten im Odenwaldkreis 331 fünfjährige Vertäge für rund 1.500 ha HELP-Grünland. Bei einer Fördersumme von rund 420.000 Euro jährlich lag die durchschnittliche Vergütung für landschaftspflegerische Leistungen bei 283 Euro pro Hektar.

In der betrieblichen HEKUL-Förderung waren 2006 rund 2.400 Hektar mit einer Förderung von 216.000 Euro bei einem Beihilfesatz von 90 Euro pro Hektar. Während HELP mit den hohen naturschutzfachlichen Anforderungen für einzelne Flächen galt, war HEKUL auf das gesamte Grünland eines Betriebes ausgerichtet und erforderte einen reduzierten Viehbesatz und eine Reduzierung der Düngung.

Ein Großteil der HELP-Flächen wurde von den Landwirten auch für HIAP angeboten. Hinzu kamen auch Flächen, die zuvor in der betrieblichen HEKUL-Förderung waren.  2009 gab es 225 mehrjährige HIAP-Verträge für rund  1.260 Hektar und eine Beihilfesumme von 268.780 Euro. Dies entspricht einer durchschnittlichen Förderung von 213 Euro pro Hektar. Einerseits wegen höherer vor allem formaler Anforderungen im HIAP und andererseits wegen der reduzierten Beihilfesätze und des geschrumpften Budgets für Vertragsnaturschutz insgesamt, hatte sich die geförderte Grünlandfläche reduziert.

Im Jahr 2010 werden voraussichtlich 85 weitere mehrjärige Verträge über 543 Hektar mit einer Förderung von rund 122.000 Euro vom Amt für den ländliche Raum mit den Landwirten für die extensive Grünlandnutzung abgeschlossen. Um die Förderbedingungen zu verbessern, war die Richtlinie geändert worden, so dass die durchschnittliche Förderung jetzt leicht auf 225 Euro pro Hektar angestiegen ist.

Im Odenwaldkreis sind rund 12.000 Hektar Grünland in Bewirtschaftung. Bis zu 6.000 Hektar davon sind im Regionalen Agrarumweltkonzept aus umweltschutz- und ökologischen Gründen als Handlungsraum und damit als Förderkulisse für Agrarumweltmaßnahmen dargestellt. Für 2010 und in den Folgejahren bis 2013 ist durch mehrjährige HIAP-Grünlandverträge die naturgerechte Bewirtschaftung von etwa 1.800 bis 2.000 Hektar gesichert.  (siehe rot markierte Flächen in der Übersichtskarte)

 Fortführung der Agrar-Umweltmaßnahmen in der EU

Um die Fortführung der Agrarumweltmaßnahmen in der EU ist die Diskussion bereits intensiv in Gang gekommen. Die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) muss sich wesentlich enger an den von der EU definierten Herausforderungen Klimaschutz, Wassermanagement, Bioenergie und Biodiversität orientieren. So lautet das Ergebnis des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) auf der Grünen Woche im Januar 2010 in Berlin. „Es gibt bereits interessante Vorschläge, wie wir im Rahmen der GAP landwirtschaftliche Produktion mit dem Schutz und der Entwicklung artenreicher Kulturlandschaften besser verbinden können“, so Göppel.

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HELP-Zwischenbilanz 2006 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 13. Juni 2006

Bereits das zweite Jahr in Folge gab es für die Odenwälder Landwirte und Vertragspartner im Hessischen Landschaftspflegeprogramm (HELP) eine große Verunsicherung, ob ihre nach 5 Jahren ausgelaufenen Verträge weiter verlängert würden. Jeweils zu Beginn des Jahres kündigte das Land Hessen wegen Geldmangels und anderer Prioritätensetzung das Aus für Vertragsverlängerungen an. Landwirte und  Naturschützer gemeinsam mit Unterstützung des Landrates und der Odenwälder Politik  setzten sich für die Fortführung des Vertragsnaturschutzes ein, und in intensiven Gesprächen mit dem Minister gelang es die wichtigen Fördergelder loszueisen.

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Bauern bangen um ihre Zukunft PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 20. April 2006

Wie sich die geplanten Änderungen im Naturschutzrecht und der Agrar-Umwelt-Förderung konkret auf einen landwirtschaftlichen Betrieb auswirken, wollte Reporter Manfred Giebenhain im Anschluss an das Februar-Gespräch mit Kreisbeigeordnetem Dietrich Kübler beleuchten. Hierzu war er zu einem Besuch auf den Betrieb Gerd und Brigitte Zimmermann in Beerfelden eingeladen.

Die  Landwirtefamilie erläuterte die Produktionsbedingungen für Milch und das so genannte "Koppelprodukt" Kulturlandschaft. Das "Milchgeld" und die Gelder aus den Agrar-Umwelt-Programmen HELP und HEKUL sind die entscheidenden Einnahmequellen und zwei sich ergänzende Standbeine dieses typischen Betriebes im Mittelgebirge. Echo-online berichtet am 28.03.2006.

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Europa wächst in Landschaft PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 20. April 2006
Die Landesregierung plant  Änderungen im Naturschutzrecht und in der Förderung der ländlichen Räume. Über die möglichen Auswirkungen für den Odenwaldkreis sprach mit Kreisbeigeordnetem Dietrich Kübler, der Leiterin des Amtes für den ländlichen Raum Elsbeth Kniß und dem Leiter der Naturschutzbehörde Klaus Bischoff der Reporter Manfred Giebenhain. Echo-online berichtet am 23.02.2006 über das Gespräch.
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Kreis macht sich stark für Vertragsnaturschutz PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 20. April 2006
Echo-online berichtet am 13.02.2006, dass sich Landrat Schnur und Beigeordneter Kübler beim Landwirtschaftsminister Dietzel für die Erhaltung des Vertragsnaturschutzes im Odenwaldkreis einsetzen. Die Einstellung des Programms führe zu einem bedeutenden Vertrauensverlust bei den beteiligten Landwirten, die sich auf den Bestand der Verträge verlassen hätten und denen nun erneute finanzielle Einbußen drohten.
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Schwerpunkte beim ELER PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 23. März 2006

Im Landwirtschaftlichen Wochenblatt "Hessenbauer" vom 24.03.2006 wird berichtet, dass Gerd Trautmann vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz dem Agrarausschuss der Hessischen Landjugend zur neuen ELER-Verordnung Rede und Antwort stand. Zu den  Agrarumweltmaßnahmen führt der Bericht aus: Bei HEKUL und HELP werde voraussichtlich mit Änderungen zu rechnen sein. Denn gerade angesichts einer steigenden Betriebsprämie auf Grünlandflächen seien die Prämien für die Grünlandextensivierung auf Dauer nicht zu vertreten, sie würden zu einer Überkompensation führen. 

 
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