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Regionales AgrarumweltkonzeptLeitbild Das regionale Leitbild der Region „Der Odenwald – die landschaftlich und kulturell attraktive und ökologisch intakte Region mit klarem Qualitätsprofil in Rhein-Main-Neckar" zeigt auf, dass insbesondere im Odenwaldkreis als Kerngebiet, den Umweltbelangen und in besonderem Maße der Landschaftspflege und dem Naturschutz eine große Bedeutung zukommt.Das heißt, dass in den nördlichen Bereichen des Landkreises, in denen noch eine vergleichsweise intensive Landwirtschaft betrieben wird, neben der Erhaltung und Entwicklung von ökologischen Vernetzungselementen, wie Bachauen, Hecken, Böschungen oder Streuobstbeständen, langfristig eine umweltverträgliche, natur- und ressourcenschonende Landwirtschaft erreicht werden soll. Dagegen steht im südlichen Teil des Landkreises die Offenhaltung der noch vorhanden Freiflächen wie Bachauen oder Waldwiesen durch eine extensive landwirtschaftliche Nutzung oder Pflege im Vordergrund.Insgesamt betrachtet, prägen der hohe Waldanteil und insbesondere die in den meisten Gemeinden ausgedehnten Streuobstbestände die auf Grünlandnutzung ausgerichtete Kulturlandschaft des Odenwaldkreises. Das Streuobst hat daher für das regionale Leitbild des Kreisgebietes einen hohen Stellenwert. Einfluss auf das regionale Leitbild nehmen aber auch die gesetzlich festgelegten Schutzgebiete und Objekte (Natura 2000-Gebiete, Naturschutzgebiete) und die zurzeit zur Verfügung stehenden staatlichen Förderprogramme. Sie setzen ihrerseits durch die jeweiligen Zielsetzungen Prioritäten, die natürlich bei der Entwicklung des regionalen Leitbildes berücksichtigt werden.
Instrumente zur ZielerreichungNur Ziele, die im Einklang mit den Zielen des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum 07 (EPLR 07) stehen insbesondere mit dem Schwerpunkt 2 „Landnutzung und Umwelt“, können mit dem Hessischen Integrierten Agrarumweltprogramm zur Umsetzung von Maßnahmen genutzt werden. Das übergeordnete Ziel für den Schwerpunkt 2 „Verbesserung der Umwelt und der Landschaft“ ist die nachhaltige Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Flächen. Hierdurch soll eine leistungsfähige, auf künftige Anforderungen ausgerichtete Landbewirtschaftung unter sozialen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten gewährleistet werden. Dabei sind auch die Ziele und Erfordernisse der Raumordnung, der Landesplanung, des Umwelt- und des Naturschutzes zu beachten. Die strukturellen sowie ökologischen Rahmenbedingungen des ländlichen Raumes sollen verbessert werden. Damit soll auch ein Beitrag geleistet werden, eine mit wertvollen Landschaftselementen vielfältig ausgestattete Landschaft zu erhalten und zu sichern.Die Umsetzung nachhaltiger Landbewirtschaftung basiert dabei auf dem strategischen Ansatz „Schutz durch Nutzung“. Ausgangsüberlegung hierfür ist ein System differenzierter Nutzungsintensitäten, das eine Kombination verschiedenster Instrumente wie Ausweisung von Schutzgebieten sowie Sanktions- (Ordnungsrecht und Cross Compliance) und Fördermaßnahmen beinhaltet. Die einzelnen Förderverfahren im HIAP sind:
Neben HIAP stehen zur Erreichung der Ziele weitere Instrumente zur Verfügung:
Neben dem administrativen Handeln haben die gemeinsamen Aktivitäten und die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Organisationen eine die Kultur und das Heimatbewusstsein stärkende Bedeutung, wie die vielen lokalen Projekte im Landkreis beweisen. Da hier die gegenwärtigen staatlichen Förderprogramme nicht oder kaum greifen, hat der Odenwaldkreis das eigene Programm „Mensch – Natur – Kulturlandschaft" aufgelegt. Ziel ist die Prämierung für den Odenwaldkreis bedeutsamer Biotope, Projekte und Maßnahmen zur deren Erhaltung oder Entwicklung. Honoriert werden insbesondere Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung ökologisch wertvoller Grünland- oder Streuobstbestände oder besonderer Lebensräume.Die Verwendung der Ausgleichsabgabe verliert zunehmend an Bedeutung, da auf Grund des novellierten Hessischen Naturschutzgesetzes im Odenwaldkreis kaum noch Mittel für die Umsetzung von Maßnahmen zur Verfügung stehen.Dagegen bleibt abzuwarten, ob im Rahmen von Natura 2000 oder Wasserrahmenrichtlinie neue Fördermöglichkeiten erschlossen werden können. Schätzung der Flächenpotentiale bzw. Umsetzung der Förderung bezogen auf den Odenwaldkreis:
Das Regionale Agrarumweltkonzept kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden. |
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Regionales Agrarumweltkonzept
Agrarumwelt-Konzept 