| Freiwilliges Ökologisches Jahr im ALR Reichelsheim |
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Britta Hetzel vom FÖJ-Team der Naturschutz-Akademie Hessen setzt sich dafür ein, das FÖJ bei jungen Menschen noch bekannter zu machen, und dass entsprechend genügend Einsatzstellen in Hessen bereitstehen. „Selbst wer schon mal davon gehört hat, hat meist nur eine vage Vorstellung von Inhalt und Ablauf eines FÖJ und ist entsprechend unsicher, ob das das Richtige für sie oder ihn ist,“ so Hetzel und ruft interessierte junge Menschen auf, die Info- und Kontaktbörse in Wetzlar zu besuchen.
Mit der jährlich stattfindenden Info- und Kontaktbörse will die Naturschutz-Akademie Hessen Unklarheiten beseitigen und offene Fragen klären helfen. Bei der Veranstaltung können sich junge Menschen an nur einem Vormittag über das gesamte FÖJ-Angebot des Trägers informieren und sich orientieren, welche Einsatzstellen zu ihnen passen könnten. Siegfried Piehozki vom FÖJ-Team erläutert: „Die Vielfalt im FÖJ ist vielen gar nicht bewusst. Landwirtschaft und Umweltpädagogik sind wichtige Tätigkeitsfelder, aber wer mag, kann auch beim Imker Bienenvölker betreuen, für ein Umweltamt Bürger beraten oder Homepages von Naturschutzvereinen pflegen.“ In der Reichelsheimer Einsatzstelle können je nach Neigung und Interesse der Teilnehmerin oder des Teilnehmers Aufgabenschwerpunkte aus verschiedenen Bereichen gewählt werden. Die Mitarbeit im Odenwaldprogramm „Mensch-Natur-Kulturlandschaft“ steht oben an. Hier geht es um die verstreut liegenden Obstbaumbestände, die die Landschaft prägen und Lebensraum für seltene Arten sind.
Das Amt führt zusammen mit seinen Partnern vielfältige Aktivitäten zur Erhaltung und Entwicklung der Odenwälder Streuobstbestände durch, u. a. jährliche Pflanzaktion und Fachwartausbildung sowie Kartierungsarbeiten und 2010 insbesondere den Internationalen Pomologentag. Auch die Unterstützung bei Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung besonderer Lebensräume, Umsetzung von Artenhilfsmaßnahmen im Rahmen des Natura 2000 Schutzgebietsnetzes ggf. projektbezogen auch in Zusammenarbeit mit Landwirten und Naturschutzgruppen kommt in Frage. Vorgesehen ist auch, dass an Kartengrundlagen mittels Geografischem Informationssystem (GIS) und bei der Erfolgsprüfung von Maßnahmen im Naturschutz mitgearbeitet werden kann. Die Einsatzstelle arbeitet eng mit der Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung in Erbach zusammen, und es ist vorgesehen, dass dort auch ein Einsatz erfolgen kann. Für Unterkunft und Verpflegung wird ein finanzieller Ausgleich gezahlt.
Am Samstag, dem 17. April lädt die Naturschutz-Akademie Hessen alle am FÖJ Interessierten in ihr Seminargebäude an der Friedenstraße in Wetzlar ein. Von 10.00 bis 12.30 Uhr stehen Einsatzstellen und FÖJ-Teilnehmer/-innen aus ganz Hessen für Gespräche zur Verfügung. Die Veranstaltung ist der Auftakt zum Platzvergabeverfahren für das FÖJ 2010/2011. Neben Kaffee und Kuchen dürften auch die informativen wie unterhaltenden Beiträge der aktuellen FÖJ-Teilnehmer/-innen für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Das Freiwillige Ökologische Jahr ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das auf der gleichen gesetzlichen Grundlage beruht wie das Freiwillige Soziale Jahr. Es ermöglicht jungen Menschen, sich ein Jahr lang für Umwelt und Naturschutz zu engagieren und gleichzeitig selbst zu profitieren: indem sie erste Berufserfahrung sammeln, ihre sozialen Kompetenzen erweitern, sich ausprobieren und selbstständiger werden können. Darüber hinaus kann das FÖJ als Ersatz für den Zivildienst sowie als praktischer Teil für die Fachhochschulreife anerkannt werden. Bewerben kann sich jeder, der die Schulpflicht erfüllt hat und noch keine 27 Jahre als ist. Weitere Informationen zum FÖJ gibt es unter www.foej-hessen.de und hier zur Einsatzstelle. |
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