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Hólcus lanátus (Wolliges Honiggras)
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Mauersegler aus den Winterquartieren zurück im Odenwald PDF Drucken E-Mail

 Michelstadt/Erbach. In den letzten Tagen sind die ersten Mauersegler aus Afrika in den Odenwald zurückgekehrt. Wie keine andere Vogelart haben die schnittigen Flieger den Luftraum unserer Städte und Dörfer erobert. Sie verbringen fast ihr gesamtes Leben in der Luft, wo sie fressen, trinken, sich paaren und sogar schlafen. Drei Monate werden die Flugakrobaten nun wieder unsere Gäste sein, um ihre Jungen aufzuziehen. Doch an modernen Gebäuden finden Mauersegler kaum noch Nischen. Der NABU Odenwaldkreis bittet die Bevölkerung deshalb um Mithilfe beim Schutz der eleganten Segelflieger.

(hier ein Link zur Mauersegler Webcam der Hans-Herrmann-Schule in Regensburg)

Gerhard Germann, Vorsitzender des NABU Odenwaldkreises, ist ganz fasziniert von den Flugkünstlern: „Mauersegler zählen zu den interessantesten Erscheinungen der heimischen Vogelwelt. Sie sind im wahrsten Sinne zum Fliegen geboren. Es kann vorkommen, dass sich die Vögel über viele Wochen ohne Zwischenlandung in der Luft bewegen.“ Für nur drei Monate werden sie nun wieder unsere Gäste sein, denn schon ab Anfang August treten die Mauersegler den 10.000 km langen Rückweg nach Süden an. Wie keine andere Vogelart hat Apus apus als Kulturfolger unsere Städte und größeren Dörfer als Lebensraum in Besitz genommen. „Die Häuserschluchten ähneln den Gebirgsschluchten und steilen Felswänden, in denen Mauersegler ursprünglich brüteten“. „Seither suchen die ‚Höhlenbrüter’ unter Dachrinnen oder Ziegeln, unter Simsen und Dachsparren Nistgelegenheiten. Ihre Füße mit scharfen Krallen sind zum Anklammern an Steine und Mauern geradezu ideal.“

Nistkasten für Mauersegler wird in Nieder-Kinzig montiert

Mauersegler Nistkasten im Giebel und über den Fenstern die Kotbrettchen unter den Schwalbennestern  (Kindergarten in Nieder-Kinzig)

Bei der NABU-Aktion ‚Stunde der Gartenvögel‘ belegte der Mauersegler in den letzten Jahren immer die vorderen Plätze. „Im letzten Jahr landete der schnittige Flieger auf Platz 4, noch vor Blaumeise und Elster“. Doch die virtuosen Luftartisten leiden immer öfter unter Wohnungsnot. Viele moderne Gebäude mit glatten, abgeschotteten Oberflächen bieten nicht mehr die kleinste Nische. „Brutplätze sind sehr begehrt und hart umkämpft.


Lokal kann Brutplatzverlust zu drastischen Einbrüchen der Mauersegler-Bestände führen. Vor allem bei Renovierungen und Dacharbeiten werden viele alte Mauersegler-Kolonien versiegelt, entweder aus Unkenntnis oder weil man irrtümlich Schmutz und Ungeziefer befürchte. Doch als Untermieter sind Mauersegler nicht nur sauber, sondern auch enorm fleißig. Bis zu 20.000 Insekten (Motten, Fliegen, Mücken) verfüttern Mauersegler täglich an ihre 2-3 Jungvögel“.

Der NABU Odenwaldkreis setzt sich im Rahmen seiner Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ auch für den Schutz der Mauersegler ein. In zahlreichen Ortsgruppen unterstützen Aktive die bedrohten Tiere mit „Wohnungsbauprogrammen“ – der Schaffung neuer Brutplätze in Zusammenarbeit mit Hauseigentümern.

Ein hoffentlich schulemachendes Beispiel liefert eine NABU-Gruppe aus Bellheim in Rheinland-Pfalz:

 Nisthilfen-Projekt des NABU an der Hauptschule in Bellheim

Das Gerüst an der Bellheimer Hauptschule, deren Fassade gerade renoviert wird, inspirierte Peter Rüffel und Joachim Zürker von der NABU-Gruppe Bellheim. „Da käme man ja leicht in die Schwindel erregende Höhe, in der Mauersegler nach Brutplätzen suchen“, so die Idee. Für diesen Zugvogel, der als Kulturfolger gerne in der bebauten „Felsenwelt“ der Menschen lebt, gehen im Zuge von Renovierungen immer wieder Brutplätze wie Nischen und Hohlräume an Häusern verloren. Nicht so in Bellheim: Nach Absprache mit der zuständigen Architektin und dem Leiter der Hauptschule schwangen sich die Naturschützer am Gründonnerstag gemeinsam mit dem Mauersegler-Experten Martin Grund vom NABU Neustadt auf das Gerüst und entfernten 8 Lüftungseinsätze aus der Wand. Diese wurden durch Holztafeln mit Einfluglöchern für die Mauersegler ersetzt. NABU-Mitglied Walter Frey hatte in einer Nachtschicht eigens diese Holztafeln mit den tunnelförmig verlängerten Einfluglöchern konstruiert. Nach der vollständigen Renovierung ragen diese eckigen „Tunnel“ durch die Außendämmung der Fassade. Von außen werden lediglich die Einfluglöcher zu sehen sein. Im Inneren der Schule werden demnächst pünktlich zur Ankunft der „Sommervögel“ die Nistkästen  montiert.

Peter Rüffel ersetzt die Lüftungseinsätze durch Bretter mit Einfluglöchern für die Mauersegler. (Foto: Joachim Zürker)

Mit speziellen Nisthilfen im Fachhandel oder Bauanleitungen zum Selbstbau können Hausbesitzer eine neue Heimat für den Mauersegler schaffen. Besonders bei anstehenden Renovierungen oder Dacharbeiten lassen sich ohne großen Aufwand optimale Nistgelegenheiten schaffen. Wie man sich die Luftakrobaten ans Haus holt und die Mauersegler bei der Wohnungssuche unterstützen kann, erfährt man auf der Homepage  www.NABU-Hessen.de, bei Gerhard Germann, Am Rehtor 11, 64720 Michelstadt-Steinbuch oder bei den Ortsgruppen des NABU im Odenwaldkreis.

Die NABU Ortsgruppe Erbach lädt im Rahmen der kreisweiten Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ des NABU Odenwaldkreises
zu einem Vortrag am Dienstag, 18. Mai 2010 – 20 Uhr in das Vereinshaus in Erbach ein.
Zum Thema –
Mauersegler „Lebensweise und Schutzmaßnahmen durch uns Menschen“
referiert der Mauersegler Experte, Erich Kaiser aus Kronberg im Taunus

 
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Gesucht wird die schönste Odenwälder Streuobstwiese
Der Streuobstherbst 2010 im Odenwald hat neben der normalen Ernte besondere Höhepunkte, deren Vorbereitung jetzt auf Hochtouren laufen: Pflanzaktion, Internationales Pomologentreffen, Reichelsheimer Streuobsttag und die Prämierung der schönsten Odenwälder Streuobstwiese. So wird das Machen und Handeln, Würdigen und Genießen diesmal besonders gut ausbalanciert sein. Das Amt für den ländlichen Raum Reichelsheim ruft aller Streuobstwiesen Besitzer dazu auf, sich an der Pflanzaktion und bei der Prämierung aktiv zu beteiligen.

1.000 Euro Prämie für die schönste Odenwälder Streuobstwiese

Zum 10. Internationalen Pomologentreffen vom 12. bis 14. November in Reichelsheim sind neben dem Fachpublikum auch die Bürgerinnen und Bürger aus der Region am 14. November zum Reichelsheimer Streuobsttag eingeladen. Landrat Dietrich Kübler wird im Rahmen des Odenwaldprogrammes Mensch - Natur - Kulturlandschaft zu diesem Anlass die schönste Odenwälder Streuobstwiese mit einer Prämie von 1.000 Euro auszeichnen. Die Prämierungskommission wird die "Schönheit der Streuobstwiese" an verschiedenen fachlichen Kriterien messen. Dabei wird es u.a. auf den Pflegezustand ankommen, das Alter der Bäume, die Vielfalt der Sorten, das Potential an Brut und Nistmöglichkeiten, die Nutzung des Grünlandaufwuchses, die Verwertung des Obstes und nicht zuletzt wird auch die landschaftliche Lage für die Bewertung der Schönheit eine Rolle spielen.

Bewerbungsformular für die schönste Odenwälder Streuobstwiese  im Rahmen des Odenwaldprogrammes 

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