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Cynosúrus cristátus (Kammgras)
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Unter einem Dach – mit Glücksboten und geschickten Flugkünstler PDF Drucken E-Mail

NABU Odenwaldkreis startet Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“

Mit der Auszeichnung eines Hauses in Breuberg-Neustadt am 30.03.2010 eröffnete die NABU Ortsgruppe Breuberg eine kreisweite Kampagne zum Schutz der Schwalben und Mauersegler.
Der NABU Kreisvorsitzende, Gerhard Germann und der Vorsitzende der NABU Ortsgruppe Breuberg, Bernhard Saul überreichten der Familie Friedrich aus Breuberg neben einer Plakette mit Urkunde auch eine Broschüre für die Auszeichnung zum 1. Odenwälder „Schwalbenfreundliche Haus“.

 Mitarbeiter des Bauhofes halfen die Schwalbennest-Nachbauten unter dem Dach anzubringen. Die Familie Friedrich lebt bereits seit vielen Jahren mit Schwalben unter einem Dach. Bürgermeister Frank Matiaske freute sich, dass die Stadt Breuberg auf diesem Wege die Aktion des NABU unterstützen konnte.

Am 01. Mai 2010 wurde die Aktion in Bad König / Nieder Kinzig fortgesetzt. 

Gleich vier „Schwalbenfreundliche Häuser“ erhielten die Auszeichnung.
Seit vielen Jahren leben die Familien Arnold, Hofmann, Söngen und die Kinder des Kindergartens „Kindernest“ in Nieder Kinzig mit Schwalben unter einem Dach.

Innerhalb der nächsten 2 Jahre will der NABU Kreisverband Odenwald insgesamt 100 Häuser, Pensionen, Hotels, Stallungen usw. im Odenwald auszeichnen, um besonderes Engagement von Hauseigentümern im Schwalbenschutz zu ehren.

 Schwalben galten früher als Glücksboten. Auch heute begeistert die Rückkehr der Schwalben nach einem langen Winter noch viele Menschen. Die Ankunft der ersten Schwalbe wird häufig besonders zur Kenntnis genommen,   "obwohl eine Schwalbe noch keinen Sommer macht". Dem Volksglauben nach schützen Schwalben das Haus vor Brand und Blitzeinschlag und das Vieh im Stall wird von den sympathischen "Schwätzern" vor Krankheiten bewahrt.

Als Kulturfolger haben sich Mehl- und Rauchschwalben an eine vom Menschen geprägte Umgebung angepasst. Dennoch gehen die Schwalbenbestände seit Jahren zurück, den Vögeln fehlt es bei uns an geeigneten Bedingungen zum Brüten.

Die Ursachen hierfür sind längst bekannt. Vor allem der Mangel an geeignetem Nestbaumaterial sowie fehlende Nistplätze machen den Schwalben das (Über-)Leben schwer.
Sie bauen ihre kunstvollen Nester aus Lehm. Jahrzehntelang fanden sie zur Genüge lehmiges Bodenmaterial in feuchten Pfützen auf Feldwegen oder auf ungepflasterten Plätzen. Heute ist der Großteil dieser Flächen versiegelt. Veränderte Hygienevorstellungen sowohl in der Landwirtschaft als auch in Privathaushalten lassen keinen Raum mehr für Schwalbennester. Viele Menschen stört der vor allem zur Fütterungszeit anfallende "Dreck". Schwalben sind bei ihnen nicht mehr gerne gesehen.
Die Nester werden entfernt, zur Vergrämung werden Flatterbänder gespannt und auch die Viehställe sind heutzutage völlig steril und verschlossen. Hinzu kommt, dass es den Schwalben durch die Aufgabe vieler landwirtschaftlicher Betriebe an ausreichender Insektennahrung mangelt. Und nicht zuletzt birgt auch der jährliche Zug in die Überwinterungsgebiete seine Gefahren: In südlichen Ländern gelten viele Singvögel als Delikatesse und werden immer noch bejagt.

Noch freuen wir uns über die Rückkehr der Schwalben, die endlich den Sommer verkünden. Doch was, wenn bald gar keine Schwalben mehr am Odenwälder Sommerhimmel fliegen?

Wer den weiteren Rückgang der kleinen Flugkünstler verhindern möchte, der kann auf einfache Weise helfen. Verschiedene Hilfsmöglichkeiten für Schwalben haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Der NABU ruft alle Schwalbenfreunde und solche die es werden wollen dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen und sich um die Auszeichnung zu bewerben. Wer will, kann Schwalben- oder Mauerseglerbetreuer werden. Viele Mitstreiter werden noch benötigt. Auch Berufsgruppen, die an Gebäuden Schwalben begegnen, sind zum Mitmachen aufgerufen.

Melden Sie sich – den Schwalben und Mauerseglern zu liebe.
Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten und sonstigen Fragen zum Schwalben- und Mauerseglerschutz gibt es beim NABU Kreisverband unter der Telefon Nr. 06061-4817 oder bei den örtlichen NABU Gruppen.

 
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23. Odenwälder Streuobstaktion: Teilnahmeanträge jetzt stellen

Die alljährliche Streuobstaktion zur Pflanzung von bis zu 1.000 Hochstammobstbäumen im Odenwald kann jetzt wieder starten. Es ist inzwischen die 23. Aktion und der Ablauf und die Bedingungen werden wie in den Vorjahren sein: Bestellung und Antrag beim ALR in Reichelsheim, und wenn die Bäume im Außenbereich zur Ergänzung alter Streuobstbestände oder zu Neuanlage gepflanzt werden, gibt es einen Zuschuss, so dass der Kostenbeitrag für Baum mit Pfahl und Verbissschutz voraussichtlich um  12 Euro betragen wird. Ausgabestellen werden wieder voraussichtlich Anfang November auf den Bauhöfen in Bad König und Fränkisch-Crumbach eingerichtet.

Hier können Sie als PDF-Datei herunterladen: 

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