| EU ruft auf, die "Gemeinsame Agrarpolitik" der Zukunft mitzudiskutieren |
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"Zukunftswerkstatt Landwirtschaft: Gestalten Sie mit!" so titelt Euronatur einen Bericht über eine Internet-Initiative der EU. Die Agrarförderung der Europäischen Union ist laut Euronatur der größte Einzelposten des EU-Haushalts. Rund 60 Milliarden Euro, 42 Prozent des Gesamthaushalts, habe Brüssel im Jahr 2010 für Agrarsubventionen ausgegeben. Doch ein Großteil der Gelder würde nur wenigen industrialisierten Großbetrieben der Landwirtschaft sowie der Lebensmittelindustrie zu Gute kommen. Bauern, die sich um eine naturverträgliche Bewirtschaftung bemühten, blieben dagegen auf der Strecke. Mit fatalen Folgen: Die gegenwärtige Agrarpolitik sorge für einen fortschreitenden Rückgang der Arten und ökologisch wertvoller Lebensräume, begünstige Massentierhaltung und Langstreckentiertransporte, vernichte Arbeitsplätze in ländlichen Regionen und weise eine negative Klimabilanz auf. Nach Angaben im Kreisentwicklungsplan des Odenwaldkreises 2010 unterstützten EU- Förderprogramme die Wettbewerbsfähigkeit und den Strukturwandel in der Landwirtschaft; sie sollen Nachteile der globalisierten Märkte abfangen und eine umweltverträgliche Landwirtschaft forcieren. Im Odenwaldkreis werden die folgenden Direktzahlungen für landwirtschaftliche Betriebe durch das Amt für den ländlichen Raum bewilligt.
Die Fördersumme der Agrarumweltmaßnahmen beträgt darüber hinaus im Odenwaldkreis im Bereich der von der EU kofinanzierten Landesprogramme HELP und HIAP jährlich 300.000 bis 370.000 € bei rund 300 Anträgen.
Jetzt hätten alle BürgerInnen die Chance, Ihre Position in den Reformprozess einzubringen. Der EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos lädt alle interessierten EU-Bürger und Organisationen ein, sich an der Diskussion über die Zukunft der Agrarpolitik zu beteiligen. Alle Beiträge werden in einem Bericht zusammengefasst, der auf einer Konferenz am 19./20. Juli in Brüssel vorgestellt wird. Noch bis zum 3. Juni können Sie im Internet Ihre Ideen und Wünsche zur Agrarpolitik nach 2013 einreichen. Die EU erklärt auf ihrer Internetseite, die Gemeinsame Agrarpolitik sei mehr als nur eine Politik für Landwirte:
Anlässlich der öffentlichen Anhörung des Deutschen Bundestags am 17.Mai zur Reform der Europäischen Agrarpolitik nach 2013, fordert Lutz Ribbe, naturschutzpolitischer Direktor von EuroNatur, eine gesellschaftliche Grundsatzdebatte über die Ziele der Agrarpolitik und eine Neuausrichtung der agrarpolitischen Instrumente. Ziel muss es sein, eine natur- und sozialverträgliche Landwirtschaft in Europa zu verwirklichen, die den zentralen globalen Fragen Klimaaschutz, Erhaltung der Biologischen Vielfalt und Lösung des Welthungers gleichermaßen gerecht wird. Link zur Tagesordnung des öffentlichen Anhörung
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