| Erste „Lerchenfenster“ im Odenwaldkreis angelegt |
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Lerchenfenster sind künstlich angelegte Fehlstellen im Acker z. B. durch Ausheben der Sämaschine, so dass etwa 20 m² große Flächen ohne Einsaat entstehen. Schon zwei Lerchenfenster pro Hektar sind ausreichend, um den Bruterfolg für die Feldlerche deutlich zu verbessern, so Gerhard Germann vom NABU (Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Hessen). Solche Maßnahmen seien erforderlich, weil in den letzten Jahren die Bestände einst weit verbreiteter Vogelarten der Offenlandschaft auf Grund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung regelrecht zusammenbrechen. Der Naturschutzbund Deutschland und der Deutsche Bauernverband haben deshalb gemeinsam das Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ aufgelegt, um den Charaktervogel der offenen Kulturlandschaft zu fördern. In Hessen versuchen der Landesverband des NABU und der Hessische Bauernverband mit der Initiative „Lerchenfenster für Hessen“ möglichst viele Landwirte zum Mitmachen zu gewinnen.
Hans-Joachim Vogler vom ALR überbrachte den beiden Landwirten die Nachricht, dass sie für ihre Aktivitäten im Rahmen des Odenwaldprogramms prämiert werden sollen. Eine lohnenswerte Sache für Landwirte im Odenwaldkreis meint Vogler und wies darauf hin, dass ihm kein anderer Landkreis in Hessen bekannt sei, der die Anlage von Lerchenfenstern honoriere. Gleichzeitig möchte er andere Landwirte ermutigen, dem Beispiel ihrer Kollegen aus Rehbach und Breitenbrunn zu folgen und an dem Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ teilzunehmen. Informationen zum Projekt und Anmeldungen für das Odenwaldprogramm erteilt das ALR unter der Telefonnummer 06164/505-0. Das Antragsformular zur Prämierung von Lerchenfenstern im Rahmen des Odenwaldprogrammes können sie hier --> herunterladen. |
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Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Odenwaldkreis dieser Initiative angeschlossen und will teilnehmende Landwirte im Rahmen des Odenwaldprogramms für die Anlage von Lerchenfenstern prämieren. Auch der Gebietsagrarausschuss des Odenwaldkreises unterstützt das Projekt, denn dem Berufsstand ist der Artenrückgang in der Feldflur nicht gleichgültig. Außerdem sind der Aufwand für die Herstellung der Lerchenfenster und der Ertragsausfall sehr gering und auch die Bewirtschaftung der Ackerflächen z. B. mit Pflanzenschutzmittel ist nicht eingeschränkt. 


