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Anthoxántum odorátum (Gemeines Ruchgras)
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Erste „Lerchenfenster“ im Odenwaldkreis angelegt PDF Drucken E-Mail

 Am Dienstag, dem 25.05.2010 besichtigten der Vorsitzende des NABU- Kreisverbandes Gerhard Germann und Hans-Joachim Vogler vom Kreisausschuss des Odenwaldkreises - Amt für den ländlichen Raum in Reichelsheim (ALR) – die ersten im Odenwaldkreis angelegten „Lerchenfenster“ bei den Landwirten Jens Hoffarth in Rehbach und Michael Saul in Breitenbrunn. (siehe auch Bericht in Echo-online)

Lerchenfenster sind künstlich angelegte Fehlstellen im Acker z. B. durch Ausheben der Sämaschine, so dass etwa 20 m² große Flächen ohne Einsaat entstehen. Schon zwei Lerchenfenster pro Hektar sind ausreichend, um den Bruterfolg für die Feldlerche deutlich zu verbessern, so Gerhard Germann vom NABU (Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Hessen).

Solche Maßnahmen seien erforderlich, weil in den letzten Jahren die Bestände einst weit verbreiteter Vogelarten der Offenlandschaft auf Grund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung regelrecht zusammenbrechen. Der Naturschutzbund Deutschland und der Deutsche Bauernverband haben deshalb gemeinsam das Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ aufgelegt, um den Charaktervogel der offenen Kulturlandschaft zu fördern. In Hessen versuchen der Landesverband des NABU und der Hessische Bauernverband mit der Initiative „Lerchenfenster für Hessen“ möglichst viele Landwirte zum Mitmachen zu gewinnen.

 Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Odenwaldkreis dieser Initiative angeschlossen und will teilnehmende Landwirte im Rahmen des Odenwaldprogramms für die Anlage von Lerchenfenstern prämieren. Auch der Gebietsagrarausschuss des Odenwaldkreises unterstützt das Projekt, denn dem Berufsstand ist der Artenrückgang in der Feldflur nicht gleichgültig. Außerdem sind der Aufwand für die Herstellung der Lerchenfenster und der Ertragsausfall sehr gering und auch die Bewirtschaftung der Ackerflächen z. B. mit Pflanzenschutzmittel ist nicht eingeschränkt.

 

 Dies bestätigten die beiden besuchten Landwirte Hoffarth und Saul, die zunächst 10 bzw. 15 Lerchenfenster angelegt haben. Sie hoben hervor, dass sie damit einen Beitrag zur Verbesserung des Feldlerchenbestandes und anderer Offenlandarten wie Kibitz, Rebhuhn oder Feldhase in Ihrer Heimatgemeinde leisten wollen. Diese Überzeugung möchten sie auch dokumentieren und erklärten sich bereit, die vom NABU-Landesverband zur Verfügung gestellten Informationsschilder „Vogelfreundlicher Acker“ am Rand der betreffenden Ackerschläge aufzustellen.

Hans-Joachim Vogler vom ALR überbrachte den beiden Landwirten die Nachricht, dass sie für ihre Aktivitäten im Rahmen des Odenwaldprogramms prämiert werden sollen. Eine lohnenswerte Sache für Landwirte im Odenwaldkreis meint Vogler und wies darauf hin, dass ihm kein anderer Landkreis in Hessen bekannt sei, der die Anlage von Lerchenfenstern honoriere. Gleichzeitig möchte er andere Landwirte ermutigen, dem Beispiel ihrer Kollegen aus Rehbach und Breitenbrunn zu folgen und an dem Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ teilzunehmen. Informationen zum Projekt und Anmeldungen für das Odenwaldprogramm erteilt das ALR unter der Telefonnummer 06164/505-0.

Das Antragsformular zur Prämierung von Lerchenfenstern im Rahmen des Odenwaldprogrammes können sie hier --> herunterladen.

 
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Gesucht wird die schönste Odenwälder Streuobstwiese
Der Streuobstherbst 2010 im Odenwald hat neben der normalen Ernte besondere Höhepunkte, deren Vorbereitung jetzt auf Hochtouren laufen: Pflanzaktion, Internationales Pomologentreffen, Reichelsheimer Streuobsttag und die Prämierung der schönsten Odenwälder Streuobstwiese. So wird das Machen und Handeln, Würdigen und Genießen diesmal besonders gut ausbalanciert sein. Das Amt für den ländlichen Raum Reichelsheim ruft aller Streuobstwiesen Besitzer dazu auf, sich an der Pflanzaktion und bei der Prämierung aktiv zu beteiligen.

1.000 Euro Prämie für die schönste Odenwälder Streuobstwiese

Zum 10. Internationalen Pomologentreffen vom 12. bis 14. November in Reichelsheim sind neben dem Fachpublikum auch die Bürgerinnen und Bürger aus der Region am 14. November zum Reichelsheimer Streuobsttag eingeladen. Landrat Dietrich Kübler wird im Rahmen des Odenwaldprogrammes Mensch - Natur - Kulturlandschaft zu diesem Anlass die schönste Odenwälder Streuobstwiese mit einer Prämie von 1.000 Euro auszeichnen. Die Prämierungskommission wird die "Schönheit der Streuobstwiese" an verschiedenen fachlichen Kriterien messen. Dabei wird es u.a. auf den Pflegezustand ankommen, das Alter der Bäume, die Vielfalt der Sorten, das Potential an Brut und Nistmöglichkeiten, die Nutzung des Grünlandaufwuchses, die Verwertung des Obstes und nicht zuletzt wird auch die landschaftliche Lage für die Bewertung der Schönheit eine Rolle spielen.

Bewerbungsformular für die schönste Odenwälder Streuobstwiese  im Rahmen des Odenwaldprogrammes 

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