| 23. Odenwälder Streuobstaktion: Teilnahmeanträge jetzt stellen |
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Die alljährliche Streuobstaktion zur Pflanzung von bis zu 1.000 Hochstammobstbäumen im Odenwald kann jetzt wieder starten. Es ist inzwischen die 23. Aktion und der Ablauf und die Bedingungen werden wie in den Vorjahren sein: Bestellung und Antrag beim ALR in Reichelsheim, und wenn die Bäume im Außenbereich zur Ergänzung alter Streuobstbestände oder zu Neuanlage gepflanzt werden, gibt es einen Zuschuss, so dass der Kostenbeitrag für Baum mit Pfahl und Verbissschutz voraussichtlich um 12 Euro betragen wird. Die Aktion wird vom Arbeitskreis Streuobst durchgeführt, dem auch der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine und das Naturschutzzentrum Odenwald angehören. Insbesondere in der Beratung und bei den Ausgabestellen wird der Arbeitskreis tatkräftig mithelfen. Die Ausgabe der Bäume ist für Anfang November auf den Bauhöfen in Bad König und Fränkisch-Crumbach geplant . Hier können Sie als PDF-Datei herunterladen:
Aus Mitteln der naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe stellt die Naturschutzbehörde des Odenwaldkreises 10.000 Euro zur Verfügung. Es handelt sich dabei um Gelder, die als finanzieller Ausgleich für bauliche Eingriffe in Natur und Landschaft erhoben werden, wenn eine reale Kompensation des Naturverlustes durch Biotopaufwertung an anderer Stelle nicht erbracht werden konnte. Die Streuobstwiesen im Odenwald zu pflegen und nachhaltig durch Pflanzen neuer Hochstammobstbäume zu erhalten, bedeutet eine Aufwertung der Natur und wird als besonders effektive Maßnahme regelmäßig gefördert. Antragsformulare für mehr als Hundert verschiedene für den Odenwald gut geeignete Apfel-, Birnen und die übrigen Obstsorten können bei UNB und beim ALR (Telefon: Kurt Ester 06164 505-28) angefordert oder auch heruntergeladen werden.
Hier und bei den örtlichen Obstbau Fachwarten können die Interessenten sich auch über die richtige Sortenwahl informieren und beraten lassen. Streuobstwiesen anzupflanzen und zu pflegen ist eine ganz besondere, Generationen umfassende Kulturleistung. Heute gepflanzte Bäume werden vor allem den nachfolgenden Generationen Ertrag bringen. Die Streuobstaktion als ursprünglich behördliche Förderungsmaßnahme ist auf dem guten Weg durch Unterstützung der Obst- und Gartenbauvereine, Naturschutzgruppen und den vielen regelmäßigen Teilnehmern, selbst Bestandteil der Odenwälder Streuobstkultur zu werden. Damit nachfolgende Generationen jedoch auch das Wissen über die Obstsorten und die richtige Pflege und Vermehrung theoretisch und vor allem in der praktischen Anwendung überliefert bekommen, ist sie eingebunden in vielfältige Aktivitäten zur Förderung der Streuobstkultur, wie die regionale Ausbildung der Obstbau Fachwarte, die im Amt in Reichelsheim wieder ab Januar 2011 mit einem neuen Lehrgang angeboten wird. Auch der alljährliche Streuobsttag in der Pudermühle in Nieder-Kinzig gehört zur Odenwälder Streuobstkultur. Hier wird u.a. auch die Vielfalt der Odenwälder Obstsorten präsentiert. |
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